Nach Bürgerbefragung: CDU Hermsdorf empfiehlt neuen Platz am S-Bahnhof „Karl-Cornelius-Platz“ zu nennen

Vor einigen Wochen hat die CDU Hermsdorf eine große Bürgerbefragung gestartet, um einen Namen für den bisher namenlosen Platz an der Ulmenstraße / Wachsmuthstraße zu finden. Nun sind die Ergebnisse ausgewertet. 

„Über 200 Einsendungen zeigen deutlich, dass das Thema die Anwohner bewegt“, sagt der Vorsitzende der Hermsdorfer CDU, Marvin Schulz, und er ergänzt: „Beeindruckt hat mich die Vielfalt der vorgetragenen Ideen. Von berühmten Persönlichkeiten über historische und lokale Bezüge war alles dabei. Letztlich wird die CDU dem Bezirksamt empfehlen, den Platz Karl-Cornelius-Platz zu nennen, in Erinnerung an den Architekten Karl Cornelius, der im Jahr 1912 den S-Bahnhof Hermsdorf erbaut hat.“ 

Karl Cornelius, der vom 01.06.1868 bis zum 15.01.1938 in Berlin lebte, war ein deutscher Architekt, der während seiner Tätigkeit als Landesbauinspektor bei der preußischen Eisenbahndirektion Berlin für viele Planungen von Bahnhofsbauten in der Hauptstadt zuständig gewesen ist. In Reinickendorf plante er neben dem Bau des S-Bahnhofs Hermsdorf auch die Bahnhöfe in Tegel, Wittenau und Waidmannslust, die zwischen 1905 und 1910 errichtet wurden.

Die CDU Hermsdorf findet den Namen auch deshalb passend, weil der Platz sich in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Hermsdorf befindet. Passenderweise gibt es derzeit in der Bezirkspolitik eine laufende Debatte zum Umbau des Quartiers rund um den S-Bahnhof Hermsdorf, an deren Ende der Bahnhof und seine engste Umgebung städteplanerisch aufgewertet werden sollen. 

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Hermsdorf, Friedrich Wächter, sagt außerdem: „Die Entscheidung für einen Favoriten ist uns wegen der vielen guten Vorschläge wirklich schwergefallen. In der engeren Auswahl war bis zuletzt auch der Name „Kirchbergplatz“, der Bezug auf die angrenzende Apostel-Paulus-Kirche nimmt. Selbstverständlich stünde es der CDU auch gut zu Gesicht, einen Namen mit christlichem Bezug vorzuschlagen, allerdings war in den Vorschlägen der Anwohner der Wunsch abzulesen, einen Benennung vorzunehmen, die auf eine reale Person Bezug nimmt.“ 

Insgesamt einen Monat lang waren die Hermsdorfer dazu aufgerufen, ihre Vorschläge an die CDU zu senden. Der Aufruf erfolgte über verschiedene Printmedien und online auf den sozialen Netzwerken. Außerdem hat die CDU Hermsdorf im Gebiet um den S-Bahnhof herum 400 Flyer verteilt, um die Anwohner zum Mitmachen aufzufordern. 

Parallel zur Bürgerbefragung hat die CDU einen Antrag in das Reinickendorfer Kommunalparlament eingebracht, der dem Bezirksamt vorschlägt, dem Platz einen Namen zu geben. Der Antrag wird aktuell in den bezirklichen Gremien beraten, bevor er vom Reinickendorfer Kommunalparlament beschlossen werden soll. 


Den von der CDU favorisierten Namensvorschlag werden die Parteivertreter den zuständigen Bezirksamtsmitgliedern nun jedenfalls offiziell zukommen lassen. Welchen Namen das Bezirksamt letzten Endes vergibt, liegt jedoch in seiner Zuständigkeit.