Verkehrssicherheit auf dem Fürstendamm: Tempo 30 muss eingehalten werden
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Frohnauerinnen und Frohnauer,
der Fürstendamm ist eine zentrale Straße in unserem Ortsteil. Nach Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten im Jahr 2022 hat sich der bauliche Zustand der Straße deutlich verbessert. Erneuert wurden unter anderem die Fahrbahn sowie Teile der Entwässerung, um die Straße langfristig instand zu setzen und sicher nutzbar zu machen. Schon damals wurden Sorgen über eine mögliche Zunahme des Durchgangsverkehrs und zu hohe Geschwindigkeiten geäußert. Leider haben sich diese Befürchtungen bestätigt. Die erneuerte Fahrbahn wird zunehmend als schnelle Ausfahrts- und Durchfahrtsstraße genutzt, obwohl auf dem Fürstendamm eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h angeordnet ist und zugleich Rechts-vor-links gilt.
Besonders problematisch ist diese Entwicklung für Kinder. Der Fürstendamm wird von vielen Kindern und Jugendlichen regelmäßig als Ausfahrtsstraße mit dem Fahrrad genutzt – etwa auf dem Weg zur Schule, zu Freunden oder zu Freizeitangeboten. Hohe Geschwindigkeiten und dichter Durchgangsverkehr stellen hier ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Verkehrsgefahren für Kinder sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar. Hinzu kommen immer wieder Sachschäden und gefährliche Situationen im Alltag: abgefahrene Außenspiegel, riskante Überholmanöver und enge Begegnungen gehören inzwischen leider zum Straßenbild. Auch dies zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.
Wir haben uns deshalb im Dezember bei einer gemeinsamen Ortsbegehung mit Anwohnern und dem Bürgerverein Frohnau ein Bild von der Lage gemacht. Außerdem sind wir in dieser Sache bereits aktiv geworden und haben erste Schritte in die Wege geleitet. Der zuständige Polizeiabschnitt 12 wurde von uns kontaktiert mit der Bitte, verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen und den Einsatz mobiler Blitzer zu prüfen. Zudem haben wir das Bezirksamt Reinickendorf gebeten, den Fürstendamm in die Liste möglicher Standorte für Dialogdisplays aufzunehmen. Diese machen Verkehrsteilnehmer niedrigschwellig und präventiv auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam. Darüber hinaus setzen wir uns für zusätzliche Hinweisschilder ein, die die bestehende Vorfahrtsregelung nochmals deutlich machen.
Gemeinsam mit Verwaltung und Polizei prüfen wir nun, welche ordnenden und verkehrsberuhigenden Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind. Klar ist für uns: Der Fürstendamm darf keine Rennstrecke sein. Die Sicherheit, insbesondere für Kinder, muss oberste Priorität haben. Wir bleiben an diesem Thema dran und halten Sie über die weiteren Schritte auf dem Laufenden.
Mit freundlichen Grüßen
Rick Stellmacher
Vorsitzender der CDU Frohnau
Richard Gamp
Frohnauer Wahlkreiskandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus